Freitag, Juli 22, 2011

Halbzeit.... Gott sei Dank!

Ahoi, ihr Landratten!
Momentan kämpfe ich mit einem recht stürmischen Ozean, der sich "Klausurenphase" nennt. Wie immer mache ich mir mal wieder viel zu viel Stress und stelle hinterher fest, dass die Klausur doch nicht gaaaanz so schlimm war. Wie immer halt. Jetzt ist gerade Halbzeit, ich habe heute VWL geschrieben und ich denke, es besteht fast die Chance, dass ich vielleicht doch bestanden habe. Stehen nur noch Mathe und Finanzen an, wobei ich vor Finanzen kaum Angst habe, dafür vor Mathe umso mehr.
Was ich euch noch gar nicht erzählt habe: Ich habe seit kurzem einen neuen Heimathafen, direkt an der Uni. Mein Ankerplatz ist zwar nur ca. 13qm groß, reicht mir aber. Auch meine Mitbewohner sind alle unheimlich nett, wenn auch so ein richtiges "WG-Leben".... pardon, ich meinte "Hafen-Leben" kaum stattfindet. Allein wohnen ist furchtbar spannend und ich finde es ist ne coole Herausforderung strategisch einkaufen zu gehen, um zu sehen, was wie lange hält und was ich noch verwenden kann. Bisher ist mir immerhin noch nichts verdorben! Mit dem Kochen hält es sich in Grenzen, ich ernähre mich momentan am Meisten von Nudeln. Aber ich versuche täglich frisches Obst und Gemüse zu essen (vor allem Äpfel, Gurken, Tomaten)! Jetzt, wo auch die VWL-Klausur hinter mir liegt und ich etwas mehr Luft habe, habe ich heute mein Zimmer wieder aufgeräumt, gesaugt, geputzt, Staub gewischt und Fenster geputzt. Jetzt sieht es hier wieder richtig schön aus und ich fühle mich pudelwohl. Nur ein kleines Manko hat dieses "Allein-wohnen": die Einsamkeit.
Ich bin ja eigentlich ein recht eigensinniger Mensch und brauche sehr oft auch einfach meine Ruhe. Aber hier... hm, keine Ahnung. Vielleicht liegt es auch daran, dass hier ja immernoch andere wohnen, ich kann also nicht in meinem Zimmer einfach mal irgendwas laut singen, weil ich ja die anderen nicht stören möchte. Mir bleibt also nur übrig, mich in mein Zimmer zu verkriechen und mich ruhig zu verhalten. Ich hab mir angewöhnt, den Fernseher oft laufen zu lassen, die Geräuschkulisse vertreibt die Stille und ich habe nicht mehr so ein einsames Gefühl. Weiterhin werde ich versuchen mir hier in Frankfurt ein paar Hobbies zu suchen, vielleicht wieder Klavierunterricht zu nehmen, meine Gitarre runterzuholen, wieder Ballett und Stepptanz anfangen. Irgendwie sowas. Mein erster Schritt in diese Richtung war eine Gospelgruppe, die ich mir angesehen habe, die aber glaube ich nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben. Ich werde am Montag wahrscheinlich nochmal hingehen, aber mal sehen, was draus wird.

Hochachtungsvoll,

Theaterpirat, den es echt belastet nicht mehr laut singen zu können